Skip to main content
Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit

Nachhaltigkeit ist Klimapolitik – und noch viel mehr. Für die Unionsfraktion geht es bei Nachhaltigkeit auch um Generationengerechtigkeit, um Modernisierung, um neue Technologien und um finanzielle Solidität.

 

 

Copyright: iStock | Simon Skafar

Unser Klima

Unsere Klimaziele sind ehrgeizig. Wichtig ist für uns, realistische und faire Übergangszeiträume zu schaffen, um den Menschen und den Unternehmen in unserem Land eine Umstellung zu ermöglichen.

Klimapaket

Wir wollen einen entschlossenen Klimaschutz, der unsere Natur wiederaufleben lässt – und der unsere Wirtschaft nicht abwürgt, sondern umbaut.

Unser Ziel ist klar: Deutschland soll bis 2045 klimaneutral werden – das sieht das neue Bundes-Klimaschutzgesetz vor, das im Mai 2021 nach einer Entscheidung des Bundesverfassungsgerichts auf den Weg gebracht wurde.

Die Klimaneutralität wollen wir stufenweise erreichen: Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 65 % reduziert werden. Bis 2040 sollen sie bereits um 88 % gegenüber dem Vergleichsjahr zurückgegangen sein. Übrigens: Mit dieser Gesetzesnovelle verschärfen wir noch einmal unsere ehrgeizigen Ziele, die wir uns 2019 mit dem weltweit ersten Klimaschutzgesetz gesteckt hatten. 

All unsere hochgesteckten Vorgaben können wir natürlich nur erreichen, wenn wir immer stärker auf erneuerbare Energien setzen. Und die Richtung stimmt: 2020 deckten erneuerbare Energien wie Wind, Sonne und Co. etwa 45 % des Stromverbrauchs in Deutschland ab. 

Ein wichtiges Instrument, um Klimaschutz aktiv zu betreiben, ist die 2021 begonnene CO2-Bepreisung. Sie setzt marktwirtschaftliche Anreize, in klimafreundliche Technologien zu investieren. Unternehmen, die mit Heizöl, Erdgas, Benzin oder Diesel handeln, müssen seit Januar einen CO2-Preis bezahlen: Er steigt von zunächst 25 Euro bis zum Jahr 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2. Für das Jahr 2026 ist ein Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro vorgesehen. Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung nutzen wir, um durch eine Entlastung bei den Stromkosten durch die Absenkung der EEG-Umlage die Elektrifizierung in allen Sektoren voranzutreiben.

Im Gebäudesektor arbeiten wir an einer stärkeren Einbindung von erneuerbaren Energien und an einer Sanierungsoffensive mit attraktiven Fördermaßnahmen. Konkret heißt das: Heizungen, die ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betrieben werden können, werden nicht mehr gefördert.

Ein ganz wichtiger Baustein zum Erreichen der Klimaneutralität ist neben der Förderung klimafreundlicher Kraftstoffe der Ausbau der Elektromobilität: Seit 2019 gab es bis zu 6.000 Euro als „Umweltbonus“ für neu zugelassene Elektro- oder Brennstoffzellen-Autos. Die Corona-Krise haben wir genutzt, um auch hier die Weichen auf Zukunft zu stellen: Zur Abfederung der Pandemie-Folgen wurde im Konjunkturpaket der staatliche Förderanteil am Umweltbonus verdoppelt. So können Käuferinnen und Käufer von reinen E-Fahrzeugen noch bis Ende 2021 von bis zu 9.000 Euro Innovationsprämie profitieren. Und wo aufgetankt werden soll, haben wir auch im Blick: Bis 2030 sollen bundesweit eine Million öffentliche Ladepunkte zur Verfügung stehen. 

Wir arbeiteten auch intensiv daran, dass der European Green Deal zum Konjunkturprogramm für die Transformation unserer Wirtschaft wird. Der Prozess soll technologieoffen, wirtschaftlich effizient und sozial ausgewogen erfolgen.

Apropos Zukunft: Mit unserer Wasserstoffstrategie für Deutschland wollen wir grünen Wasserstoff marktfähig machen als alternative und nachhaltige Energie etwa für die Stahlindustrie oder im Flugverkehr. Mehr dazu gibt es im Schwerpunkt Zukunft.

Mehr lesen
Quiz

Sie kennen sich beim Megathema Klima aus? Beweisen Sie es in unserem Quiz!

Deutschland drückt beim Klimaschutz aufs Tempo: Wir schreiben ein klimaneutrales Deutschland schon für 2045 fest. Aber wie kommen wir dahin? Einige der Antworten finden Sie unserem Quiz.

Spielen
1 / 5

Zum 1. Januar 2020 ist ein Großteil des Klimapakets in Kraft getreten. Es trägt in weiten Teilen die Handschrift der Unionsfraktion. Bereits 2020 haben wir so die Treibhausgasemissionen deutlich senken können und das Reduktionsziel übertroffen. Um wieviel?

Neben der steuerlichen Förderung bei energetischer Sanierung von selbstgenutztem Eigentum wird auch der Austausch von Ölheizungen gefördert. Wie viel Prozent des Kaufpreises wird hierbei übernommen?

Der Ausstoß von CO2 bekommt endlich einen Preis. Dafür haben wir gesorgt. 2021 ist der nationale Handel mit Verschmutzungsrechten gestartet. Wie hoch ist der Einstiegspreis pro Tonne CO2?

Der Anreiz, mit der Bahn zu fahren, wurde durch die Mehrwertsteuersenkung auf 7 Prozent erhöht. Zudem werden Fahrzeuge ohne lokalen CO2-Ausstoß gefördert. Wie hoch ist aktuell die Kaufprämie für Wagen mit einem Wert unter 40.000 Euro Nettolistenpreis?

Die Elektromobilität ist zentraler Bestandteil der Transformation im Verkehrssektor. Dafür muss insbesondere die Ladeinfrastruktur weiter ausgebaut werden. Welches Ziel haben wir für 2030 gesetzt und fördern dies mit entsprechenden Programmen?

Ergebnis
 von 
Fragen richtig beantwortet!

Herzlichen Glückwunsch! Sie wissen, wie viele verschiedene Aspekte beim Klimaschutz berücksichtigt werden müssen.

Nochmal Spielen
Ergebnis
 von 
Fragen richtig beantwortet!

Gerade läuft so viel zum Thema Klimaschutz. Da kann man schonmal den Überblick verlieren.

Nochmal Spielen

Die Klimaneutralität wollen wir stufenweise erreichen: Bis 2030 sollen die CO2-Emissionen im Vergleich zum Jahr 1990 um 65 % reduziert werden. Bis 2040 sollen sie bereits um 88 % gegenüber dem Vergleichsjahr zurückgegangen sein. Übrigens: Mit dieser Gesetzesnovelle verschärfen wir noch einmal unsere ehrgeizigen Ziele, die wir uns 2019 mit dem weltweit ersten Klimaschutzgesetz gesteckt hatten. 

All unsere hochgesteckten Vorgaben können wir natürlich nur erreichen, wenn wir immer stärker auf erneuerbare Energien setzen. Und die Richtung stimmt: 2020 deckten erneuerbare Energien wie Wind, Sonne und Co. etwa 45 % des Stromverbrauchs in Deutschland ab. 

Ein wichtiges Instrument, um Klimaschutz aktiv zu betreiben, ist die 2021 begonnene CO2-Bepreisung. Sie setzt marktwirtschaftliche Anreize, in klimafreundliche Technologien zu investieren. Unternehmen, die mit Heizöl, Erdgas, Benzin oder Diesel handeln, müssen seit Januar einen CO2-Preis bezahlen: Er steigt von zunächst 25 Euro bis zum Jahr 2025 auf 55 Euro pro Tonne CO2. Für das Jahr 2026 ist ein Preiskorridor zwischen 55 und 65 Euro vorgesehen. Die Einnahmen aus der CO2-Bepreisung nutzen wir, um durch eine Entlastung bei den Stromkosten durch die Absenkung der EEG-Umlage die Elektrifizierung in allen Sektoren voranzutreiben.

Im Gebäudesektor arbeiten wir an einer stärkeren Einbindung von erneuerbaren Energien und an einer Sanierungsoffensive mit attraktiven Fördermaßnahmen. Konkret heißt das: Heizungen, die ausschließlich mit fossilen Brennstoffen betrieben werden können, werden nicht mehr gefördert.

Ein ganz wichtiger Baustein zum Erreichen der Klimaneutralität ist neben der Förderung klimafreundlicher Kraftstoffe der Ausbau der Elektromobilität: Seit 2019 gab es bis zu 6.000 Euro als „Umweltbonus“ für neu zugelassene Elektro- oder Brennstoffzellen-Autos. Die Corona-Krise haben wir genutzt, um auch hier die Weichen auf Zukunft zu stellen: Zur Abfederung der Pandemie-Folgen wurde im Konjunkturpaket der staatliche Förderanteil am Umweltbonus verdoppelt. So können Käuferinnen und Käufer von reinen E-Fahrzeugen noch bis Ende 2021 von bis zu 9.000 Euro Innovationsprämie profitieren. Und wo aufgetankt werden soll, haben wir auch im Blick: Bis 2030 sollen bundesweit eine Million öffentliche Ladepunkte zur Verfügung stehen. 

Wir arbeiteten auch intensiv daran, dass der European Green Deal zum Konjunkturprogramm für die Transformation unserer Wirtschaft wird. Der Prozess soll technologieoffen, wirtschaftlich effizient und sozial ausgewogen erfolgen.

Apropos Zukunft: Mit unserer Wasserstoffstrategie für Deutschland wollen wir grünen Wasserstoff marktfähig machen als alternative und nachhaltige Energie etwa für die Stahlindustrie oder im Flugverkehr. Mehr dazu gibt es im Schwerpunkt Zukunft.

Schließen

Unsere Energie

Eine gute Klimaschutzpolitik macht man nicht mit Bevormundung oder Verbotskultur, sondern mit Innovationen und sozialer Marktwirtschaft. Nur so bleiben der Standort Deutschland und die deutschen Unternehmen wettbewerbsfähig.

Kohleausstieg & Strukturwandel

Deutschland macht Schluss: Wir steigen schrittweise bis spätestens 2038 aus der Kohleverstromung aus und unterstützen die betroffenen Regionen beim wirtschaftlichen Strukturwandel.

 

10
Millionen Tonnen pro Jahr
Weniger CO2

Mit dem Kohleausstieg sinken die CO2-Emissionen bis 2030 kontinuierlich. Nach aktuellem Fahrplan sind es bis zu diesem Stichjahr knapp 100 Millionen Tonnen.

40
Milliarden Euro
Zukunft gestalten

Wir federn den Strukturwandel in den vom Kohleausstieg betroffenen Bundesländern ab. Ziel ist der Übergang zu einer ökologisch, ökonomisch und sozial nachhaltigen Wirtschaftsstruktur. Dabei ist ein Teil des Geldes fest verplant. Der Rest soll in vor Ort entwickelte Ideen investiert werden.

2038
Jahr
Ende

Deutschland macht Schluss: Als erstes Industrieland der Welt steigen wir aus der Kohle- und der Kernkraft aus. Bis spätestens 2038 geht das letzte Steinkohlekraftwerk vom Netz. 2026, 2029 und 2032 wird jeweils geprüft, ob ein schnellerer Ausstieg möglich ist.

Erneuerbare Energien

Schon heute decken Wind, Sonne und Co. rund 46 % unseres Strombedarfs ab. Doch der Siegeszug der erneuerbaren Energien bei uns hat gerade erst begonnen.

Zum Jahresende 2020 wurde das Erneuerbare-Energien-Gesetz novelliert, darin haben wir festgelegt: Bis 2030 soll der Anteil erneuerbarer Energien am Bruttostromverbrauch auf 65 % steigen. 

Eine weitere gute Nachricht gab es für Besitzer von Solaranlagen: Der 52-Gigawatt-Ausbaudeckel wurde abgeschafft. Die mit Abstand wichtigste regenerative Stromquelle in unserem Land bleibt aber die Windenergie: Im Jahr 2020 betrug die installierte Leistung der Windenergieanlagen an Land 54,4 Gigawatt und auf See 7,75 Gigawatt. Insgesamt wurden rund 131 Terawattstunden Strom erzeugt. Damit liegt der Anteil der Windenergieanlagen am deutschen Bruttostromverbrauch bei 23,7 %. Wichtig sind uns aber auch die Biomasse, Wasserkraft und Geothermie, die anders als Wind und Sonne zu jeder Zeit regenerativen Strom liefern können. Sie haben wir mit dem EEG 2021 ebenfalls gestärkt.

Klar ist aber auch: Damit die erneuerbaren Energien ihr volles Potenzial entfalten können, muss auch das Stromübertragungsnetz ausgebaut werden. Dafür haben wir ebenfalls gesorgt: mit einer Änderung des Bundesbedarfsplangesetzes.

Mehr lesen
Anteile der erneuerbaren Energien am Bruttostromverbrauch von 1990 bis 2020
% 50 45 40 35 30 25 20 15 10 5 0 3 % 5 % 6 % 10 % 17 % 32 % 32 % 36 % 38 % 42 % 45 % 1990 1995 2000 2005 2010 2015 2016 2017 2018 2019 2020

Unsere Umwelt

Jede ländliche Region hat ihr Zeug zum Kraftzentrum. Unsere Politik ist darauf ausgerichtet, dafür die richtigen und nachhaltigen Rahmenbedingungen zu schaffen.

Waldhilfen

Ein gesunder und klimastabiler Wald ist wichtig für uns – aber noch wichtiger für unsere Kinder und Enkel. Mit der „Waldprämie“ haben wir einen großen Schritt in Richtung Nachhaltigkeit unternommen.

 

Nachhaltige Waldwirtschaft
500
Millionen Euro
Nachhaltige Waldwirtschaft

Nachhaltig bewirtschaftete Wälder schützen das Klima, sichern die Biodiversität und liefern den klimafreundlichen Rohstoff Holz. Mit einer flächenwirksamen Prämie unterstützen wir die Waldwirtschaft.

 

 

Copyright: Picture Alliance | Zoonar Jürgen Wiesler

In die Zukunft investieren
100
Millionen Euro
In die Zukunft investieren

Moderne Technik und Digitalisierung erleichtern auch Forstbetrieben und forstlichen Dienstleistungsleistern die Arbeit. Mit einem Investitionsprogramm für mobile Sägewerke oder auch den vorbeugenden Waldbrandschutz bereiten wir den Weg für die Zukunft.

 

 

Copyright: Picture Alliance |  Candy Welz/dpa-Zentralbild/dpa | arifoto UG

Neu zertifizierte Fläche
904.000
Hektar
Neu zertifizierte Fläche

Klimastabile Wälder sind für unsere Zukunft von großer Bedeutung. Deshalb unterstützt der Bund die Waldbesitzer beim klimaangepassten Umbau des Waldes. Seit 2020 stieg die zertifizierte Fläche des Privat- und Kommunalwaldes um knapp 20 Prozent auf 73 Prozent an. Dies sind über 5,6 Millionen ha.

 

 

Copyright: Picture Alliance |  blickwinkel F. Hecker

Corona, Bundestagswahlen, Fußball-EM – klar haben wir Stress. Aber richtig unter Stress steht jemand anderes: unser Wald. Seit mehr als drei Jahren werden die deutschen Forste von Stürmen, Dürren und einem massiven Borkenkäfer-Befall unter Druck gesetzt. 

Für die vielen Waldbesitzer in unserem Land wurde diese angespannte Situation auch finanziell problematisch. Gut, dass wir uns als CDU/CSU-Bundestagsfraktion gemeinsam mit dem Bundeslandwirtschaftsministerium dafür stark gemacht hat, dass Waldbesitzer zur Unterstützung eine Prämie erhalten: Für jeden nachhaltig bewirtschafteten und zertifizierten Hektar erhalten private und kommunale Waldbesitzer 100 beziehungsweise 120 Euro. Insgesamt 500 Millionen Euro wurden für diese Sonderzahlung bereitgestellt, von denen bereits über 266 Millionen Euro ausgezahlt wurden.

Übrigens: Die Nachhaltigkeitsprämie ist ein Teil des Corona-Konjunkturpaktes „Wald & Holz“ in Höhe von insgesamt 700 Millionen Euro. Die restlichen 200 Millionen Euro sind vorgesehen für Investitionen in die moderne Forst- und Holzwirtschaft und zur Förderung des Bauens mit Holz.

Mehr lesen

Modernisierung Landwirtschaft

270.000 landwirtschaftliche Betriebe erzeugen pro Jahr Waren im Wert von ca. 50 Milliarden Euro. Doch auch auf dem Feld hält die Digitalisierung Einzug.

In unserem Interview mit Dr. Julia Köhn sprechen wir über das Investititonsprogramm Landwirtschaft, die riesige Aufgabe der digitalen Transformation und wie Start-ups, klassische Verbände, Landwirte und Politik den Weg gemeinsam beschreiten. 

Video preview

Die Land- und Ernährungswirtschaft steht vor einem riesengroßen Technologiewechsel, ja sie ist schon mittendrin. 

So ist die deutsche Landwirtschaft Vorreiter bei der Nutzung von GPS-Daten. Durch GPS-Steuerung verbunden mit geeigneten Computerprogrammen können für Traktoren und selbstfahrende Erntefahrzeuge Fahrwege optimiert, Treibstoff eingespart und Erträge erhöht werden. Das ist Präzisionslandwirtschaft, die Nachhaltigkeit schafft. Durch neue Entwicklungen in der Sensortechnik können Landwirtinnen und Landwirte auch die Gesundheit ihrer Tiere überwachen. Systeme sind hochgradig vernetzt und intelligent. Die Landwirtschaft wird viel effizienter. Auf Initiative der Unionsfraktion stehen im Bundeshalt 2021 daher 36 Millionen Euro für die Digitalisierung der Landwirtschaft bereit – so viel wie nie zuvor.

Die große Koalition unterstützt – auf Druck der Unionsfraktion – mit einem großen Investitionsprogramm gezielt den Transformationsprozess in Richtung noch mehr Nachhaltigkeit. Nur so können wir den Herausforderungen des Klimawandels entgegentreten und gleichzeitig einen wichtigen Beitrag zur weltweiten Ernährungssicherung leisten. In den Jahren 2021 bis 2024 werden insgesamt 816 Millionen Euro für den nötigen Transformationsprozess zur Verfügung gestellt, um Betriebe bei Nachhaltigkeit, Modernisierung und Digitalisierung zu unterstützen. 

Ein Schwerpunkt ist die gezielte Förderung von Landwirtinnen und Landwirten, die in moderne Technologie investieren wollen: in Maschinen und Geräte zur noch exakteren Wirtschafts- und Mineraldüngerausbringung, zur mechanischen Unkrautbekämpfung, zur noch präziseren Pflanzenschutzmittelausbringung oder zur Erweiterung emissionsarmer Lagerkapazitäten von Dünger. Damit wird ein Technikschub ausgelöst, der Emissionen mindert und den Erhalt der Artenvielfalt und die Ressourceneffizienz steigert.

Mehr lesen

Stopp Kükentöten

Wir beenden das Töten der Eintagsküken in Deutschland. Das ist ein großer Erfolg für den Tierschutz, an dem Wissenschaft und Geflügelbranche unter Hochdruck gearbeitet haben.

 

45
Millionen
Hühnerküken

Jedes Jahr werden allein in Deutschland ca. 45 Millionen Hühnerküken kurz nach dem Schlüpfen getötet – die männlichen Geschwister der Legehennen. Damit ist jetzt Schluss!

6,5
Millionen Euro
Alternativen

Für Forschung und Entwicklung haben wir im Bundestag Gelder für die Entwicklung verschiedener Verfahren zur Geschlechtsbestimmung bereits im Ei bereitgestellt. Das bedeutet Tierschutz durch Technologie!

6
Tage
Bruttag

Ziel ist es, bis Ende 2023 vor dem siebten Bruttag das Geschlechts der Hühner bestimmen zu können. Das ist ambitioniert, da noch kein solches Verfahren existiert. Deshalb haben wir im parlamentarischen Verfahren dafür gesorgt, dass die Fortschritte auch im Bundestag kontrolliert werden.

 

Unsere Wirtschaft

Unsere Wirtschaft ist stark, aber jetzt arbeitet sie sich aus einer schweren Krise heraus. Wir geben Schützenhilfe, die heute und auch in Zukunft wirkt: durch gezielte Hilfen, durch Entlastungen, durch weniger Bürokratie.

Entlastung für unsere Unternehmen

Corona hat gezeigt, dass unsere Bürgerinnen und Bürger, aber auch unsere Unternehmen von Bürokratie entlasten müssen. Und wir bringen eine Menge auf den Weg.

75
Millionen Euro
Bürokratieabbau

Mit der Anhebung der umsatzsteuerrechtlichen Kleinunternehmergrenze von 17.500 Euro auf 22.000 Euro im dritten Bürokratieentlastungsgesetz haben wir jährlich insbesondere die Einzel- und Kleinstunternehmen entlastet.

 

975
Millionen Euro
Entlastungen durch Jahressteuergesetze

Mit den Jahressteuergesetzen von 2018, 2019 und 2020 entlasten wir unsere Unternehmen pro Jahr um fast eine Milliarde Euro. Dazu zählen Änderungen bei Dienst- & Elektrofahrzeugen sowie die Erhöhung von Investitionsabzugsbetrag und einheitlicher Gewinngrenze.

5,5
Millionen Euro
Hilfe während der Pandemie

Neben direkter Hilfe haben wir uns für Entlastungen für die Wirtschaft in der Pandemie stark gemacht und umgesetzt. Mit der Anhebung des Verlustrücktrags und mit weiteren bilanzsteuerlichen Maßnahmen  haben Unternehmen 2020 & 2021 mehr Liquidität zur Verfügung.

Stärkung fairer Wettbewerb

Fairness im Wettbewerb und echte Wahlfreiheit für Verbraucher sind auch im digitalen Zeitalter die Konstanten unserer Wirtschaftspolitik. Darum haben wir das GWB-Digitalisierungsgesetz beschlossen.

Digital
4.0
Digitales Zeitalter

Die Novelle schafft ein fokussiertes digitales Wettbewerbsrecht in Zeiten der Plattformökonomie. 

 

 

Copyright: Shutterstock | GaudiLab

Freiraum
+35
Millionen Euro
Freiraum

Mit der Novelle erleichtern wir Fusionen insbesondere für den Mittelstand. Die erste Inlandsumsatzschwelle steigt auf 17,5 Mio. € und die Bagatellschwelle erhöht sich um 35 Mio. € auf 50 Mio. €, um nur wirtschaftlich relevante Vorgänge zu erfassen.

Wegweisend
1.
bei der Regulierung
Wegweisend

Deutschland ist dank der Gesetzesnovelle Vorreiter bei der Regulierung der Plattformökonomie. Das Gesetz dient international als Blaupause - ein Schlusspunkt ist es aber nicht. Denn die Dynamik digitaler Märkte erfordert eine stetige Anpassungsfähigkeit des regulatorischen Rahmens.

 

 

Copyright: Shutterstock | kkssr

Fachkräfteeinwanderung

Pflegekräfte, Handwerker, IT-Experten: Unsere Firmen brauchen Spezialisten, viele Stellen sind unbesetzt. Mit dem Fachkräfteeinwanderungsgesetz schaffen wir Abhilfe.

Fachkräfteeinwanderung

In unserem Interview zum Fachkräfte-einwanderungsgesetz mit Dr. Tilman Frank sprechen wir über den Vermittlungsprozess, die Verbesserung der Situation durch das 2020 in Kraft getretene Gesetz und inwieweit dieses trotz Corona schon Wirkung entfalten konnte.

Interview anhören
Audio file
Schriftliches Interview

Audio-Interview, 1. Juni 2021

Dr. Tilman Frank ist Arzt und zudem Gründer und Geschäftsführer von TalentOrange – einem Unternehmen, das sich um Ausbildung, Qualifikation und Integration von Fachkräften im Gesundheitswesen und Sozialbereich kümmert.

Er spricht mit uns darüber, wie der Vermittlungsprozess von Fachkräften im Normalfall abläuft, wie die Corona-Pandemie die Abläufe erschwert hat und welche Vorteile das Fachkräfteeinwanderungsgesetz mit sich bringt.

Hallo Herr Frank, ich freue mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns für dieses Interview zur Verfügung zu stehen. Immer wieder ist zu hören, dass in unserem Land Fachkräftemangel herrscht. Das stellt Deutschland natürlich vor große Herausforderungen. In welchen Bereichen fehlen eigentlich die Fachkräfte?

Wir konzentrieren uns auf den Sozialbereich. Das sind Kitas, das sind Krankenhäuser, das sind stationäre und ambulante Einrichtungen in der Pflege. Dort liegt unser Schwerpunkt. Der Fachkräftebedarf erstreckt sich aber auch insbesondere auf die technischen Berufe. Das sind Ingenieure, das sind aber auch IT-Fachleute. Das ist ein Phänomen, was übrigens nicht nur Deutschland betrifft, sondern mehr und mehr auch Europa.

Ihr Unternehmen vermittelt Fachkräfte aus dem Ausland in Unternehmen aus dem Gesundheitswesen und Sozialbereich. Wie genau sieht eigentlich so ein Vermittlungsprozess aus?

Die Vorbereitung, die vonnöten ist, damit jemand die größte Hürde nimmt, nämlich die deutsche Sprache gut lernt, die sind groß. Deswegen fangen wir tatsächlich auftraggeberunabhängig an und rekrutieren an den besten Universitäten in den jeweiligen außereuropäischen Ländern die Kandidaten. Wir organisieren für diese Kandidaten einen Sprachkurs, sodass die von Null – in aller Regel – bis auf Sprachniveau B2 kommen. Parallel haben wir natürlich begonnen, den kompletten Papieraufwand zu erledigen und mit den Ausländerbehörden, mit der Bundesagentur für Arbeit und den jeweiligen Regierungspräsidien – die sind für Gesundheits- und Sozialberufe zuständig – uns auseinanderzusetzen, sodass alle Formalitäten für die Einreise vorab geklärt sind. Und wenn die Kandidaten dann gut Deutsch sprechen, organisieren wir gerne Gespräche mit möglichen neuen Arbeitgebern.

Wir organisieren alles, von vorne bis hinten: Einreise, den Flug, das Ankommen in Deutschland, die Kontoverbindung, die Krankenversicherung, den Handyvertrag, die Wohnung und ganz wichtig, wir finanzieren das auch alles. Das gibt uns die Freiheit, die Richtigen auszuwählen, diejenigen, denen wir zutrauen, dass sie sich besonders gut und positiv wohlfühlen und integrieren, dass ihnen das Leben in Deutschland guttut.

Dann kommen sie an und dann begleiten wir sie und machen einen Integrationsworkshop für die Mitarbeiter, die bereits dort sind, sodass die gerne und gut vorbereitet sind auf die Menschen, die dort kommen. Dann begleiten wir sie tatsächlich während der Einarbeitungszeit bis zur beruflichen Anerkennung. Das ist ein großer Prozess, dass der berufliche Titel, die Qualifikation, die sie im Ausland erworben haben, dass die dann auch hier in Deutschland anerkannt werden und dass sie dann gleichwertig wie alle anderen deutschen Arbeitnehmer mit gleichen Vertragsverhältnissen angestellt sind. So eine Begleitung kann auch im Nachgang noch zwei, drei Jahre gehen, da stehen wir zur Verfügung.

Der Gesetzgeber hat ein Gesetz erarbeitet, das qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland ermöglichen soll. Das sogenannte Fachkräfte-einwanderungsgesetz trat am 1. März 2020 in Kraft. Was sind eigentlich die Vorteile dieses Gesetzes? Und vor allem, hat es denn die Lage der Unternehmen verbessert, die händeringend nach Fachkräften suchen?

Durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz gibt es jetzt eine breite Chance, dass Menschen, die außerhalb von Europa hervorragende berufliche Qualifikationen erworben haben, nach Deutschland kommen können. Für uns hat das ganz konkret dazu geführt, dass wir uns neben dem Gesundheitswesen auch auf das Erziehungswesen konzentriert haben und einen Riesenbedarf sehen bei Erziehern. Da ist die Situation, kann ich sagen, in anderen Ländern komplett anders. Da gibt es viel zu viele Menschen, die exzellent ausgebildet sind, aber keine berufliche Chance haben, die sich total freuen über die Chance hier in Deutschland, in einem guten Umfeld eine berufliche Perspektive zu entwickeln. Und das geht erst seit dem Fachkräfteeinwande-rungsgesetz.

Das Gesetz trat mitten in der Corona-Pandemie in Kraft. Konnte das Gesetz zu diesem Zeitpunkt überhaupt Wirkung zeigen? Und was hat sich für Sie durch Corona eigentlich erschwert?

Ich glaube, dass das Gesetz noch keine Wirkung wirklich zeigen konnte, weil die Pandemie tatsächlich die Zusammenarbeit massiv eingeschränkt hat. Wir können nicht mehr reisen, d. h. wir waren vorher immer im Land. Das Zweite, was natürlich ganz anders ist, ist dass die Situation in den Ländern unterschiedlich ist. Die Botschaften haben zugemacht, weil die lokalen Anforderungen Kontakte nicht mehr erlaubt haben. Die Sprachschulen haben zwar teilweise – und wir selber auch – Online-Unterricht angeboten, aber die Prüfungen konnten nicht stattfinden, weil man die ja nur in Präsenz durchführen kann. Dann gab es keine Flüge, so ganz einfach. Wir hatten das Glück, dass wir sogar mit den Rückholflügen der Bundesregierung Fachkräfte, dringend benötigte Fachkräfte im Gesundheitswesen, nach Deutschland bringen konnten. Jetzt ist es so, dass alle Einreisen natürlich eine Quarantäne-betreuung, ein Testprogramm etc., alles erfordern. Also der Druck auf die Mitarbeiter in den Krankenhäusern, aber auch der Druck auf die Mitarbeiter bei uns ist massiv gewachsen, weil natürlich alle Sorgen auch eins zu eins an uns weitergegeben werden. Wir haben nicht für alles eine Lösung.

Was könnte man denn aus Ihrer Sicht beim Thema Fachkräfte-zuwanderung noch verbessern? Sollte die Politik da vielleicht noch nachjustieren? Und wenn das so wäre, wo wäre das genau?

Dazu gibt es zwei Punkte. Der eine Punkt ist, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, zuständig beispielsweise für die Visavergabe mit dem Auswärtigen Amt, den Ländern, die die Regierungspräsidien führen und den Kommunen, wo dreizehntausend Ausländerbehörden in Deutschland unterwegs sind, dass da die Zusammenarbeit und vor allem auch die Kompetenz tatsächlich oft sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Da gibt es enormen Nachholbedarf, auch beim Thema Digitalisierung, einfach die Prozesse schneller zu machen.

Der andere Punkt ist, den finde ich fast noch kritischer: Der Staat sollte sich darauf beschränken, die Regeln zu setzen und die Prozesse in der Verwaltung zu organisieren, aber nicht selber in die Fachkräfteintegration und die Fachkräfteanwerbung einsteigen. Das können privat organisierte, professionell aufgestellte Unternehmen tatsächlich einfach besser.
 

Schließen
Fachkräftezuwanderung

Copyright: Picture Alliance | Rupert Oberhäuser

Audio-Interview, 1. Juni 2021

Dr. Tilman Frank ist Arzt und zudem Gründer und Geschäftsführer von TalentOrange – einem Unternehmen, das sich um Ausbildung, Qualifikation und Integration von Fachkräften im Gesundheitswesen und Sozialbereich kümmert.

Er spricht mit uns darüber, wie der Vermittlungsprozess von Fachkräften im Normalfall abläuft, wie die Corona-Pandemie die Abläufe erschwert hat und welche Vorteile das Fachkräfteeinwanderungsgesetz mit sich bringt.

Hallo Herr Frank, ich freue mich, dass Sie sich die Zeit genommen haben, uns für dieses Interview zur Verfügung zu stehen. Immer wieder ist zu hören, dass in unserem Land Fachkräftemangel herrscht. Das stellt Deutschland natürlich vor große Herausforderungen. In welchen Bereichen fehlen eigentlich die Fachkräfte?

Wir konzentrieren uns auf den Sozialbereich. Das sind Kitas, das sind Krankenhäuser, das sind stationäre und ambulante Einrichtungen in der Pflege. Dort liegt unser Schwerpunkt. Der Fachkräftebedarf erstreckt sich aber auch insbesondere auf die technischen Berufe. Das sind Ingenieure, das sind aber auch IT-Fachleute. Das ist ein Phänomen, was übrigens nicht nur Deutschland betrifft, sondern mehr und mehr auch Europa.

Ihr Unternehmen vermittelt Fachkräfte aus dem Ausland in Unternehmen aus dem Gesundheitswesen und Sozialbereich. Wie genau sieht eigentlich so ein Vermittlungsprozess aus?

Die Vorbereitung, die vonnöten ist, damit jemand die größte Hürde nimmt, nämlich die deutsche Sprache gut lernt, die sind groß. Deswegen fangen wir tatsächlich auftraggeberunabhängig an und rekrutieren an den besten Universitäten in den jeweiligen außereuropäischen Ländern die Kandidaten. Wir organisieren für diese Kandidaten einen Sprachkurs, sodass die von Null – in aller Regel – bis auf Sprachniveau B2 kommen. Parallel haben wir natürlich begonnen, den kompletten Papieraufwand zu erledigen und mit den Ausländerbehörden, mit der Bundesagentur für Arbeit und den jeweiligen Regierungspräsidien – die sind für Gesundheits- und Sozialberufe zuständig – uns auseinanderzusetzen, sodass alle Formalitäten für die Einreise vorab geklärt sind. Und wenn die Kandidaten dann gut Deutsch sprechen, organisieren wir gerne Gespräche mit möglichen neuen Arbeitgebern.

Wir organisieren alles, von vorne bis hinten: Einreise, den Flug, das Ankommen in Deutschland, die Kontoverbindung, die Krankenversicherung, den Handyvertrag, die Wohnung und ganz wichtig, wir finanzieren das auch alles. Das gibt uns die Freiheit, die Richtigen auszuwählen, diejenigen, denen wir zutrauen, dass sie sich besonders gut und positiv wohlfühlen und integrieren, dass ihnen das Leben in Deutschland guttut.

Dann kommen sie an und dann begleiten wir sie und machen einen Integrationsworkshop für die Mitarbeiter, die bereits dort sind, sodass die gerne und gut vorbereitet sind auf die Menschen, die dort kommen. Dann begleiten wir sie tatsächlich während der Einarbeitungszeit bis zur beruflichen Anerkennung. Das ist ein großer Prozess, dass der berufliche Titel, die Qualifikation, die sie im Ausland erworben haben, dass die dann auch hier in Deutschland anerkannt werden und dass sie dann gleichwertig wie alle anderen deutschen Arbeitnehmer mit gleichen Vertragsverhältnissen angestellt sind. So eine Begleitung kann auch im Nachgang noch zwei, drei Jahre gehen, da stehen wir zur Verfügung.

Der Gesetzgeber hat ein Gesetz erarbeitet, das qualifizierte Zuwanderung aus dem Ausland ermöglichen soll. Das sogenannte Fachkräfte-einwanderungsgesetz trat am 1. März 2020 in Kraft. Was sind eigentlich die Vorteile dieses Gesetzes? Und vor allem, hat es denn die Lage der Unternehmen verbessert, die händeringend nach Fachkräften suchen?

Durch das Fachkräfteeinwanderungsgesetz gibt es jetzt eine breite Chance, dass Menschen, die außerhalb von Europa hervorragende berufliche Qualifikationen erworben haben, nach Deutschland kommen können. Für uns hat das ganz konkret dazu geführt, dass wir uns neben dem Gesundheitswesen auch auf das Erziehungswesen konzentriert haben und einen Riesenbedarf sehen bei Erziehern. Da ist die Situation, kann ich sagen, in anderen Ländern komplett anders. Da gibt es viel zu viele Menschen, die exzellent ausgebildet sind, aber keine berufliche Chance haben, die sich total freuen über die Chance hier in Deutschland, in einem guten Umfeld eine berufliche Perspektive zu entwickeln. Und das geht erst seit dem Fachkräfteeinwande-rungsgesetz.

Das Gesetz trat mitten in der Corona-Pandemie in Kraft. Konnte das Gesetz zu diesem Zeitpunkt überhaupt Wirkung zeigen? Und was hat sich für Sie durch Corona eigentlich erschwert?

Ich glaube, dass das Gesetz noch keine Wirkung wirklich zeigen konnte, weil die Pandemie tatsächlich die Zusammenarbeit massiv eingeschränkt hat. Wir können nicht mehr reisen, d. h. wir waren vorher immer im Land. Das Zweite, was natürlich ganz anders ist, ist dass die Situation in den Ländern unterschiedlich ist. Die Botschaften haben zugemacht, weil die lokalen Anforderungen Kontakte nicht mehr erlaubt haben. Die Sprachschulen haben zwar teilweise – und wir selber auch – Online-Unterricht angeboten, aber die Prüfungen konnten nicht stattfinden, weil man die ja nur in Präsenz durchführen kann. Dann gab es keine Flüge, so ganz einfach. Wir hatten das Glück, dass wir sogar mit den Rückholflügen der Bundesregierung Fachkräfte, dringend benötigte Fachkräfte im Gesundheitswesen, nach Deutschland bringen konnten. Jetzt ist es so, dass alle Einreisen natürlich eine Quarantäne-betreuung, ein Testprogramm etc., alles erfordern. Also der Druck auf die Mitarbeiter in den Krankenhäusern, aber auch der Druck auf die Mitarbeiter bei uns ist massiv gewachsen, weil natürlich alle Sorgen auch eins zu eins an uns weitergegeben werden. Wir haben nicht für alles eine Lösung.

Was könnte man denn aus Ihrer Sicht beim Thema Fachkräfte-zuwanderung noch verbessern? Sollte die Politik da vielleicht noch nachjustieren? Und wenn das so wäre, wo wäre das genau?

Dazu gibt es zwei Punkte. Der eine Punkt ist, dass die Zusammenarbeit zwischen dem Bund, zuständig beispielsweise für die Visavergabe mit dem Auswärtigen Amt, den Ländern, die die Regierungspräsidien führen und den Kommunen, wo dreizehntausend Ausländerbehörden in Deutschland unterwegs sind, dass da die Zusammenarbeit und vor allem auch die Kompetenz tatsächlich oft sehr unterschiedlich ausgeprägt ist. Da gibt es enormen Nachholbedarf, auch beim Thema Digitalisierung, einfach die Prozesse schneller zu machen.

Der andere Punkt ist, den finde ich fast noch kritischer: Der Staat sollte sich darauf beschränken, die Regeln zu setzen und die Prozesse in der Verwaltung zu organisieren, aber nicht selber in die Fachkräfteintegration und die Fachkräfteanwerbung einsteigen. Das können privat organisierte, professionell aufgestellte Unternehmen tatsächlich einfach besser.
 

Schließen

Wirtschaftshilfen

Mit den Corona-Wirtschaftshilfen haben wir unsere Unternehmen in schwerer Zeit stabilisiert, Arbeitsplätze gesichert und die Substanz unserer Wirtschaft erhalten.

+105
Milliarden Euro
Für die Wirtschaft

Die Corona-Pandemie ist für die deutsche Wirtschaft die größte Herausforderung seit Bestehen der Bundesrepublik. Um sie zu meistern, haben wir umfangreiche Hilfsprogramme aufgelegt.

 

(Stand: 22. Juni 2021)

13,5
Milliarden Euro
Soforthilfen

In Rekordzeit wurden die notwendigen Voraussetzungen für eine schnelle Beantragung und Auszahlung der Corona-Soforthilfen geschaffen. Damit reagierten wir auf die Not vieler kleiner Unternehmen, Selbständiger, Freiberufler und Landwirte, die dringend auf diese Hilfen angewiesen waren.

 

(Stand: 21. Juni 2021)

15
Milliarden Euro
Überbrückungshilfen

Die Überbrückungshilfe III ist das zentrale Programm für Unternehmen mit einem erheblichen Corona-bedingten Umsatzrückgang. Mit den Hilfen für die Wirtschaft haben wir die Vielfalt gesichert und ihrem Rückgrat – dem deutschen Mittelstand – notwendige Liquidität verschafft. 

 

(Stand: 21. Juni 2021; Summe: Überbrückungshilfen I-III)

Diese Zahl muss man erst einmal sacken lassen: Seit März 2020 sind bis jetzt über 100 Milliarden Euro an Corona-Wirtschaftshilfen geflossen.

Zu den Corona-Wirtschaftshilfen zählt ein breites Portfolio, wie KfW-Kredite, direkte Zuschüsse (angefangen von den Soforthilfen im Frühjahr 2020 bis zu den November- und Dezemberhilfen sowie der Überbrückungshilfe III), Wirtschaftsstabilisierungsfonds sowie Bürgschaften und Garantien. 

Und das Ergebnis dieser umfangreichen Hilfen gibt uns recht: Die Bundesregierung hat ihre Konjunkturprognose für dieses Jahr deutlich angehoben – auf 3,5 %. Die gute Substanz unserer Volkswirtschaft hat ihre Belastbarkeit bewiesen. Ab jetzt geht es bergauf.

Klar ist aber auch: Ein beträchtlicher Teil der Wirtschaftshilfen wurden durch eine Rekord-Neuverschuldung des Bundes finanziert. Wir als CDU/CSU-Bundestagsfraktion setzen uns darum mit aller Kraft dafür ein, dass wir nach der Überwindung der Pandemie schnellstmöglich auf den Pfad der finanziellen Solidität zurückkehren. Wir alle stehen in der Pflicht, diesen Schuldenberg abzutragen und Investitionen wieder aus eigener Kraft zu stemmen. Das ist nicht nur eine Frage der Fairness – sondern der Generationengerechtigkeit.

Mehr lesen
Bundesplizei Foto: Picture Alliance | Flashpic - Jens Krick

Sicherheit

Walter Lübcke. Hanau. Halle. Der Hass aus dem Netz schwappte auf die Straße. Wir sorgten dafür, dass der Rechtsstaat die Zähne zeigte. Und bei der transatlantischen Freundschaft und in unserer Verbundenheit zu Israel machen wir keine Zugeständnisse.

Copyright: Picture Alliance | Flashpic Jens Krick

Mehr erfahren
Zukunft

Zukunft

Deutschland 4.0: Wir investieren Milliarden Euro in zukunftsträchtige Technologien und Projekte – damit unser Land auch langfristig an der Weltspitze bleibt. So geht Standortsicherung.

Mehr erfahren
Menschen

Menschen

Corona hat den Menschen in unserem Land Außergewöhnliches abverlangt. Mit unseren Gesetzen haben wir sie unterstützt: Wir haben Jobs gesichert, Engagement gefördert und dafür gesorgt, dass mehr Geld im Portemonnaie ist.

Copyright: iStock | Rawpixel

Mehr erfahren
  • Unser Klima
  • Unsere Energie
  • Unsere Umwelt
  • Unsere Wirtschaft